Tlachichuca

Wir sind am Vullanfuss des “Pico de Orizaba” angekommen, der heisst eigentlich “Citlaltépetl” und ist der höchste Vulkan Nordamerikas – Michael ist schon mal näher ran – ich nicht – bin einfach nur müde.

Eigentlich wollten wir hier hier nur kurz vorbeischauen – aber wie immer wird es schnell dunkel und ich bin total ausgelaugt. Im Ort gibt es zwei Hotels von denen man aber nur in das eine gehen sollte (laut Auskunft der Einheimischen). Das war noch im Bau, und die vorhandenen Zimmer bereits ausgebucht.
Nach einigen Verhandlungen der sehr netten und hilfsbereiten Hotelbesitzer haben wir schließlich sehr günstig (umgerechnet 9 Euro) zwei Zimmer bekommen – die bis auf warm Wasser schon fertig waren. Duschen durften wir in einem anderen Zimmer – das noch Baustelle war, dessen Dusche aber schon funktionierte.

Danach ging es noch kurz auf ein 15jaerhiges Jubiläum – ich hatte erst verstanden es ist ein Hochzeit – es stellt sich aber dann heraus, dass es sich um den Eintritt in die Volljährigkeit (anscheinend in Mexiko mit 15 Jahren) einer Tochter eines wohlhabenden Mexikaners handelt. Eigentlich wollten wir dort nur kurz vorbei schauen und dann auf ein Bier in das Restaurant am Ort (der Ort ist nicht besonders groß und lebt hauptsächlich vom Vulkantourismus) und dann ab in die Falle.
Allerdings sind die Mexikaner überall so gastfreundlich, das sie uns sofort eingeladen haben – es gab reichlich zu Essen, eine Art Gulasch das in kleinen Beutelchen portionsweise in riesigen Töpfen gekocht wurde, Torte als Nachspeise und reichlich Tequila (den die Mexikaner mit Fanta trinken – total komisch).
Die Tochter hat dann mit 7 ganz in weiß gekleideten Schwiegersohnanwärtern eine Art Oper aufgeführt – mit einem traditionellen Teil und einem modernen (inkl. Diskobeleuchtung und Feuerwerk).
Zu dem Fest war das ganze Dorf eingeladen und es fand in einer riesigen Halle statt.
Insgesamt sehr beeindruckend – auch wenn wir irgendwann gegangen sind – das Dorf hat weiter gefeiert – als wir am nächsten Tag vom Frühstücken zurück zum Hotel gelaufen sind kam uns Papa und Mama der nun volljährigen Tochter entgegen (das Fest war wohl gerade aus) und hätten uns noch zum Frühstück nach Hause eingeladen.

Von dort sind wir dann los nach Oaxaca – dazu mehr im nächsten Blog.

Saludos,
Uli

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